Zwei Comedians aus dem Raum Rosenheim kamen, dachten nicht lange nach und eröffnen jetzt einen Comedy-Club im Herzen der Innstadt. Wir haben uns mit ihnen unterhalten.

Thomas Eiwen und Dominik Kirschner erfüllen nicht nur sich selbst, sondern der gesamten Südostoberbayerischen Comedy-Szene einen Traum. Ab 14. Februar gibt es im historischen Gewölbe im Rosenheimer Ballhaus mit dem „Innside Comedy Club“ eine neue Institution in Sachen Humor. Es wird wöchentliche Comedy-Open-Mics geben (für den Comedy-Nachwuchs, egal wie alt) und die „Innside Jokes“, die zwei Mal im Monat mit Programm von bis zu fünf Comedians aufwarten – reicht aber nicht, eigentlich planen die beiden eine wöchentliche Show. Zur Eröffnung am Valentinstag, 14. Februar, gibt es ein Line-Up von sechs Künstler:innen, die sich alle in einer riesigen Altersrange bewegen: Der jüngste ist Ende 20, der älteste bereits in Rente. Die Eröffnungsshow ist zwar schon ausverkauft, aber gleich am Montag danach (16. Februar) gibts die erste Open-Mic-Show. Gerne schon mal Plätze sichern!

Wie kommt es zu so einer Einrichtung? In diesem Fall, kann man sagen, gab es da eine fixe Idee. Thomas hat bereits die Ro-Town Comedy in der Asta-Kneipe moderiert, ist selbst Vollblutkünstler und hat vorher schon Erfahrung beim Rosenslam als Moderator gesammelt, Dominik hat als Stand-Up-Comedian zum Herbstfest im vergangenen Jahr einen fast schon viralen Treffer gelandet mit seiner Aussage „der Rosenheimer kotzt nicht, weil er muss, sondern weil er will.“ Und bereits da schwirrten in den Köpfen der beiden so leise Ideen von einem eigenen Comedy Club im Rosenheimer Raum herum. Während Thomas das eher so ein bisschen von sich weggeschoben hat, wurde das Summen dieser Idee in Dominik immer lauter. „Dann hab ich den Thomas immer wieder so angepiekst und irgendwann konnte der auch nicht mehr anders.“

Und dann gings Schlag auf Schlag

Also haben sie sich umgeschaut – und festgestellt, dass das mit den Räumlichkeiten wirklich schwierig ist. Allerdings sind die beiden ja – berufsbedingt eh schon – nicht auf den Mund gefallen. Erste eingeweihte Person: Drago Lovric, Pächter des „Rizz“. In unregelmäßigen Abständen bis 2020 waren seine Räumlichkeiten im Keller ein Ort für Veranstaltungen, seit der Corona-Zeit allerdings standen sie leer. Auch er konnte sich das Konzept vorstellen, also gab er das Gewölbe quasi frei. Und auf der Suche nach einem Sponsor für das Konzept blieben die Innsider dann bei Auerbräu hängen. Einmal angerufen, war Vertriebsprofi Julian Lorms sofort begeistert: „Des machma!“.

Dass Comedy in Rosenheim gut funktioniert, zeigten spätestens die drei Veranstaltungen im Künstlerhof im vergangenen Jahr sowie die Ro-Town Comedy-Shows in der Asta Kneipe in den vergangenen zwei Jahren. Der Markt schreit danach. Und die lokalen Künstler:innen auch, mussten sie bislang nach München fahren, um sich dem Publikum zu stellen. Jetzt mit dem Club in Rosenheim gibt es endlich eine Anlaufstelle südlich von München.

Was nach richtig lang überlegt und organisiert klingt, war bis Januar 2026 irgendwie nur eine Idee. Am 12. Januar dann das Gespräch zwischen Thomas und Julian und seitdem laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Bedeutet: Ungefähr ein Monat von Vereinbarung bis Eröffnung. Sportlich! Aber die Zwei, die habens voll im Griff. Und wir freuen uns auf gute Comedy-Abende im Herzen Rosenheims, die so lange schon fällig waren und jetzt endlich einen festen Platz nicht nur im Terminkalender der Stadt erhalten, sondern auch einen Ort mit jeder Menge Charme.

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