Zwischen Kreta-Knöchel, Gartenchaos und KI-Fremdscham stolpern Catherine Faber und Christian Topel in Folge 43 von himmeblabla durch Urlaubsgeschichten, Alltagsabsurditäten und überraschend berührende Themen.
Es gibt Podcastfolgen, die lassen sich schwer zusammenfassen. Denn sie folgen weniger einer klaren Dramaturgie als vielmehr dem echten Leben: ein bisserl chaotisch, ein bisserl überdreht, manchmal absurd. Folge 43 von himmeblabla gehört definitiv in diese Kategorie und wirkt gerade deshalb so unterhaltsam. Also, worum gehts diesmal?
Catherine Faber humpelt leicht ouzogeschädigt aus dem Kreta-Urlaub zurück nach Hause. Sie erinnert sich an den lädierten Knöchel, luxuriöse Pools, Weiße-Schokolade-Pfannkuchen und einem bemerkenswert fürsorglichen Taxifahrer, der kurzerhand Schmerzsalbe organisiert. Christian Topel wiederum verschlug es erneut versehentlich nach Italien. Genauer gesagt nach Trient, wo zwischen Dorfhunden und Eisheiligen die Erkenntnis reifte, dass „wir fahren kurz nach Südtirol“ bei ihm offenbar regelmäßig zu Ver(w)irrungen führt.
Salzige Angelegenheit
Von dort aus mäandert sich die Folge in gewohnt herrlicher himmeblabla-Manier durch sämtliche Absurditäten des Alltags. Eine Regentonne ist nicht mehr ganz dicht, im Baumarkt läuft ein herrenloser Hund herum, Apfelbäume werden mit Seidentüchern dekoriert und Cathys derzeitiger Haustieralltag besteht vor allem darin, Zecken aus Luna zu entfernen. Zwischendurch entspinnt sich eine erstaunlich leidenschaftliche Diskussion über Chips, Salzgehalt und die sprachliche Legitimität des Wortes „Salzigkeit“.
Wie so oft steckt zwischen all dem liebevollen Wahnsinn aber auch erstaunlich viel Herz. In ihrer „Subba Sach“ spricht Cathy über den Instagram-Account „natuerlichpatrik“, auf dem ein junger Mann in Bosnien Straßenkatzen und Hunde rettet und Schritt für Schritt ein eigenes Tierprojekt aufbaut. Christian bringt das Thema „Safe Space Apotheken“ mit: niedrigschwellige Anlaufstellen für Jugendliche mit psychischen Belastungen, die anonym und unkompliziert Hilfe anbieten.
Keine Folge ohne Fieberträume: Christian beleuchtet kurz Donald Trump, Stephen Colbert und politische Entwicklungen in den USA, ehe die Host eine Fernsehsendung rekapitulieren, die irgendwo zwischen KI-Technologie und kulturellem Totalschaden operiert hat: Digitale Versionen von Freddie Mercury, Whitney Houston oder Elvis Presley performten dort gemeinsam mit echten Menschen auf der Bühne. Spätestens wenn sich Lucy von den No Angels bei einer künstlichen Whitney Houston bedankt, erreicht die Fremdscham neue Dimensionen. Da hört man besser die musikalischen Empfehlungen auf der himmeblabla-Spotify-Playlist – von Paul Kalkbrenner über The Last Internationale bis hin zu Yohai und Vicky.
Endlich wieder Betthupferl!
Im Betthupferl sorgen Sockensebi, Lagerfeuerdrama, der dicke Uli und eine auffallend kommunikative Ratte dafür, dass die Folge schließlich exakt dort endet, wo himmeblabla am stärksten ist: irgendwo zwischen kompletter Eskalation und erstaunlicher Gemütlichkeit.
Wer also wissen möchte, warum zu viel Brause tatsächlich ungesund sein könnte, weshalb man auf Berliner Spielplätzen offenbar eher Goldbarren als Förmchen findet und warum selbst harmlose Urlaubsgeschichten bei himmeblabla zuverlässig in gesellschaftliche Tiefenbohrungen münden, sollte in Folge 43 dringend reinhören – oder via Youtube schauen. Ihr folgt unserem Kanal ja schon?

