Ein Fledermausbaby im Büro, ein Handy in der Mangfall und erstaunlich viele Gedanken über Eis, Demokratie und den Sommer des Lebens: In Folge 46 von himmeblabla treffen Albernheit, Nostalgie und Haltung aufeinander.

Es gibt diese Sommertage, an denen die Hitze jede Produktivität langsam aus dem Körper schmilzt und selbst kleine Erledigungen plötzlich die Dimension einer Expedition annehmen. Genau so fühlt sich Folge 46 von himmeblabla an – nur deutlich unterhaltsamer.

Während draußen die Temperaturen Richtung Hitzerekorde marschieren, kämpfen sich Catherine Faber und Christian Topel durch einen Alltag zwischen aufgeheizten Autos, Kellerfluchten und dem verzweifelten Versuch, irgendwo noch ein bisschen Abkühlung zu finden. Christian berichtet von einem Handy, das in der Mangfall auf Tauchstation ging und überraschend gerettet werden konnte, Cathy von Buchmesse-Vorbereitungen bei tropischen Temperaturen und einem Auto, das sich zeitweise eher wie ein Pizzaofen als ein Fortbewegungsmittel anfühlte.

Der Trick mit dem Schimmel

Wie so oft führen die großen Themen des Lebens dabei über erstaunlich kleine Umwege. Über Baggerseen und Freibäder etwa. Über Kindheitssommer, Lagerbauten und die Frage, ob man früher tatsächlich einfach ohne Sonnencreme durch die Ferien gekommen ist oder ob sich die Erinnerung hier einen kleinen Streich erlaubt. Es geht um Biscoff-Kekse, Körperlotion unter der Dusche und um eine legendäre Schimmelflocke in einer Bierflasche, die den Beweis liefert, dass Reklamationen früher offenbar großzügiger belohnt wurden als heute.

Natürlich darf auch die große Gelehrtenfrage dieser Folge nicht fehlen: Wie groß muss ein ordentliches Sandwicheis eigentlich sein? Christian hat dazu sehr konkrete Vorstellungen, die deutlich über das hinausgehen, was moderne Tiefkühltruhen derzeit anbieten. Man könnte sagen: Es geht um Eis. Tatsächlich geht es aber um viel mehr – nämlich um die kleinen Dinge, die einen Sommer erst zu einem Sommer machen.

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Daneben bleibt genügend Platz für Bücher und Geschichten. Cathy erzählt von der Buchrausch-Messe in Wels, von spontanen Lesungen, vergessenen Lesebrillen und den Erkenntnissen, die Autorinnen und Autoren gewinnen, wenn ein gutes Lektorat ihnen erklärt, wie oft ihre Figuren eigentlich nicken, schwitzen oder nachdenklich in die Ferne schauen.

Ehrenamtliche Rehkitzretter:innen

In den „Subba Sachen“ richtet sich der Blick auf Menschen, die meist abseits der großen Aufmerksamkeit wirken. Cathy erzählt von Ehrenamtlichen, die mit Drohnen und Wärmebildkameras Rehkitze vor Mähwerken retten und damit jedes Jahr unzähligen Tieren das Leben bewahren. Christian bringt die „Rosenheimer Aktion für das Leben“ mit – eine Initiative, die Familien und Menschen in schwierigen Lebenssituationen ganz konkret unterstützt. Zwei Beispiele dafür, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt oft dort entsteht, wo Menschen einfach anpacken.

Zwischen sommerlichem Schmarrn und guten Nachrichten bleibt auch Raum für Themen, die ernster sind. Die Diskussion um die AfD, den Verfassungsschutz und den Umgang mit demokratiefeindlichen Entwicklungen beschäftigt beide ebenso wie die Frage, welche Verantwortung Politik und Gesellschaft dabei tragen.

Frauen auf die Bühnen!

Im Schmankerl der Woche geht es schließlich um Sichtbarkeit auf Festivalbühnen. Ausgehend von Olivia Rodrigos Festivalprojekt sprechen Cathy und Christian über die nach wie vor geringe Zahl weiblicher Acts auf großen Festivals und darüber, wie langsam sich manche Strukturen verändern. Danach wird es deutlich staubiger: Cathy taucht tief in die Welt von „Yellowstone“, Cowboys, Ranches und Familiendramen ein und liefert einen leidenschaftlichen Ausflug ins Universum von Beth und Rip.

So entsteht eine Folge, die sich anfühlt wie ein langer Sommerabend: ein bisschen chaotisch, angenehm warm, gelegentlich nachdenklich und immer wieder überraschend. Perfekt für alle, die gerade zwischen Freibad, Ventilator und Eisdiele unterwegs sind – oder einfach für einen Moment etwas Seichtes brauchen. Denn manchmal ist genau das die beste Idee.