Zwischen beruflichen Umbrüchen, verschwundenen Königspythons, nostalgischen Enten und erstaunlichen Alltagsbeobachtungen sprechen Catherine Faber und Christian Topel in Folge 44 des himmeblabla Podcasts über Veränderungen, Zuversicht und die Kunst, Chancen dort zu entdecken, wo andere nur Probleme sehen.
Stillstand war noch nie die große Stärke von himmeblabla. Zum Glück. Denn während draußen der Sommer langsam Fahrt aufnimmt, geraten Catherine Faber und Christian Topel in Folge 44 einmal mehr in einen herrlich bunten Themenstrudel, der von beruflichen Neuanfängen über ausgebüxte Schlangen bis hin zu einer äußerst hartnäckigen Ente reicht.
Persönliches aus Cathys Nähkästchen
Dabei beginnt die Folge überraschend persönlich. Cathy spricht erstmals offen über ein Jobangebot, das sich kurz vor dem Ziel in Luft aufgelöst hat. Ein Moment, der viele Menschen vermutlich aus der Bahn geworfen hätte. Stattdessen begegnet sie der Situation mit bemerkenswerter Gelassenheit, einer guten Portion Trotz und der festen Überzeugung, dass sich aus unerwarteten Wendungen oft die spannendsten Wege ergeben. Wohin die Reise führt, weiß sie selbst noch nicht genau. Dass daraus etwas Gutes entstehen kann, daran zweifelt sie allerdings keine Sekunde.
Auch Christian bringt ein Thema mit, das nachhallt. Eine Dokumentation von Joko und Klaas über den Krieg in der Ukraine beschäftigt ihn weit über den Fernsehabend hinaus. Die Sendung erinnert daran, dass hinter Nachrichtenmeldungen immer Menschen stehen – mit Geschichten, Hoffnungen und Schicksalen, die oft viel zu schnell wieder aus unserem Blickfeld verschwinden.
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Natürlich wäre es keine himmeblabla-Folge, wenn es lange bei den ernsten Tönen bliebe. Schon bald geht es um Schreibprojekte, Bücher, Fußballfrust, Fahrradreparaturen und die bemerkenswerte Meldung einer verschwundenen Königspython in Bad Aibling, die am Ende deutlich näher auftaucht als zunächst angenommen. Dazu gesellen sich Boomer-Wörter, die mögliche Rückkehr einer legendären Podcast-Ente und die Erkenntnis, dass Forschende tatsächlich Brot aus Ötzis Darmhefe gebacken haben. Warum? Offenbar hauptsächlich deshalb, weil sie es konnten.
Subba Sachen mit kleinen Mutmach-Impulsen
In den „Subba Sachen“ zieht sich ein Gedanke wie ein roter Faden durch die Folge: der bewusste Blick auf das Positive. Cathy knüpft dabei an Christians jüngstes Editorial im himmeblau Magazin an und spricht darüber, wie leicht wir die schönen Momente des Alltags übersehen. Manchmal genügt schon ein Blick aus dem Fenster in den frühen Morgenstunden, wenn Vollmond und Vogelkonzert daran erinnern, dass die Welt nicht nur aus Schlagzeilen besteht. Christian wiederum bringt den neu gestalteten Salingarten in Rosenheim mit – ein Beispiel dafür, wie kleine Veränderungen öffentlichen Raum lebenswerter machen können und wie aus einer Idee plötzlich ein Ort der Begegnung wird.
Auch die Schmankerl der Folge drehen sich um Menschen, die Dinge aktiv gestalten, statt nur darüber zu schimpfen. Christian stellt eine kreative Gegenkampagne zur aktuellen Nius-Werbung in Berlin vor, während Cathy den Pride Month zum Anlass nimmt, über queere Sichtbarkeit und Literatur zu sprechen, in der queere Figuren nicht am Rand stehen, sondern selbstverständlich die Hauptrolle übernehmen.
Energiegeladene Songs für die Playlist
Musikalisch wird es diesmal laut, energiegeladen und angenehm rebellisch. Rage Against The Machine treffen auf die Beastie Boys, Chinchilla auf Panic! At The Disco – der perfekte Soundtrack für alle, die Frust lieber in Bewegung umwandeln als in schlechte Laune.
Ein Betthupferl gibt es diesmal zwar nicht. Dafür eine Folge, die zeigt, dass selbst aus geplatzten Plänen, verschwundenen Schlangen und fragwürdigen Wissenschaftsexperimenten oft etwas Gutes entstehen kann. Oder um es mit dem Titel zu sagen: Ente gut, alles gut.

